von Roger & Hildegard Kalbermatten

Dieses Buch von zwei Schweizer Pionieren der modernen Kräuterheilkunde hat mich in meinen 4 Jahren Praxiszeit lebhaft begleitet. Es ist ein wunderbares Nachschlagewerk, wenn man wissen möchte, welche Pflanzenmedizin aus dem reichen Schoß von Mutter Natur einem bei dem ein oder anderem kleinen Zipperlein oder auch großem Problem, mit dem man sich vielleicht herumplagt, weiterhelfen kann.

Anzumerken dabei ist, dass für mich die Medizin der Urtinkturen immer ein Baustein einer komplexen, ganzheitlichen Therapie war, deren Bestandteile ich niemals immer alle rational komplett erklären konnte, da eben Heilung und Aktivierung der Selbstheilungskräfte sowie Ausbalancieren und Harmonisierung ganz allgemein insbesondere auf einem Gebiet stattfinden, dass dem menschlichen Verstand schwer zugänglich ist.

Man lässt sich deshalb bei der Auswahl der jeweils passenden Urtinktur schlussendlich immer von seinem Herzen, und niemals vom Verstand leiten.

Es sollte heute wieder – wie in alter Zeit – selbstverständlich sein, dass man seiner Gesundheit rund ums Jahr verschiedene Aspekte der Heilkunde angedeihen lässt. Damit meine ich, dass man am besten täglich etwas für seine Gesundheit & sein Wohlbefinden tut und dabei seine Methoden und Vorgehensweisen immer wieder verändert, um dem Körper auf bunte und vielfältige Weise in die eigene Kraft zu verhelfen, sodass er sein Gleichgewicht ausbalancieren und in seiner Mitte bleiben kann. Unser Körper ist eben keine Maschine, kein für immer laufendes perpetuum mobile, sondern ein sehr filigraner, unendlich feinabgestimmter Organismus, indem alle Teile, und seien sie auch noch so klein, im gemeinsamen Austausch miteinander stehen und ihre Kraft, ihre jeweilige, ganz spezifische Energie zum Gelingen des großen Ganzen beizutragen bemüht sind. Man könnte sogar sagen, dass das große Ganze erst entsteht, einem Puzzle gleich, durch die Summe seiner Teile.

Die Urtinkturen der Pflanzen stellen hierbei eine Möglichkeit der Zubereitung eines pflanzlichen Heilmittels dar – neben der ältesten aller Zubereitungsarten, dem Kräutertee und anderen, modernen Anwendungsformen – wobei modern hier bitte nicht mit „schlechter“ gleichzusetzen ist – wie Ringana sie auf dem europäischen Markt anbietet.

Das Wesen einer Urtinktur ist es, dass sie sowohl die fettlöslichen als auch die wasserlöslichen, also hydrophobe und hydrophile Inhaltsstoffe der Pflanze enthält – und damit ziemlich viele, um es salopp auszudrücken. Anders als beim Tee, bei dem naturgemäß durch das Medium Wasser lediglich die wasserlöslichen, also die hydrophilen Inhaltsstoffe heraus gelöst werden können, macht es Alkohol als Lösungsmittel möglich, auch die fettlöslichen, hydrophoben Inhaltsstoffe zusätzlich herauszulösen.

Dies macht die Urtinktur zum Mittel der Wahl bei geschwächten Menschen, die mehrere Krankheitsanzeichen oder Unwohlsymptome in sich vereinen, wo der Körper also schon eine ganze Zeit lang „aus dem Takt gekommen ist“.

Der geringe Alkoholgehalt ist dabei absolut nicht von Belang. Man nimmt üblicherweise von einer Ceres Tinktur 3 bis 5 Tropfen pro Tag mit etwas Wasser verdünnt ein, sodass der Alkoholgehalt des reifen Obstes, dass man an diesem Tag gegessen hat, höher gewesen sein dürfte als der absolute Gehalt an Alkohol in diesen wenigen, doch für unsere Gesundheit so wirksamen Tropfen.
Ich empfehle hier, wie sowieso immer und generell, mehrere Maßnahmen zu kombinieren und sich – gern zusätzlich zur klassischen Schulmedizin – einen naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten zu suchen.

Noch etwas fasziniert mein Schamanenherz zutiefst an den Urtinkturen von Roger und Hildegard Kalbermatten: Sie sind so sorgfältig, liebevoll und behutsam hergestellt, dass die ätherischen Wirkkräfte der Pflanzen erhalten bleiben, dass die feinstoffliche Komponente also auch mitwirkt, so könnte man sagen.

Das Buch bietet hierbei eine gute Orientierung, denn es enthält zu jeder Heilpflanze ihre energetisch-geistige Zuordnung. Der gesamte Organismus, Körper, Seele und Geist des Menschen, können somit ausbalanciert und in Harmonie gebracht werden.
Klare Leseempfehlung für alle, die tiefer einsteigen wollen in die Mysterien der Phytotherapie, der Pflanzenheilkunde also, um ihre zahlreichen Segnungen für sich selbst und die Lieben an ihrer Seite zu nutzen.

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